part 1

part 2

dream scene



musique concrète composition , 2019
for the documentar"Letter to my mother" by Amin*a Maher


has been screened on numerous festivals internationally,
among others winner of "Best documentary on Human Rights"
at Venice Intercultural Film Festival 2020

In einer surrealen Traumszene bündelt sich das Schicksal des Protagonisten. Im Zentrum steht der sexuelle Mißbrauch des Jungen, inzwischen Ende Zwanzig, durch seinen Onkel während seiner Kindheit im Iran. Der Film ist ein Aufschrei, mit dem er das Geschehene erstmalig sowohl seiner Mutter mitteilt, als auch an die Öffentlichkeit bringt. Die Arbeit am Film markiert für ihn zugleich den Beginn des künstlerischen Verarbeitungsprozesses in Bezug auf das Geschehene.

Der Sound der Traumszene identifiziert die Bögen und logischen Schlaufen der an sich verwirrenden wie verstörenden Szenenfolgen. Er nimmt an die Hand, führt durch psychologische Tiefen wie Untiefen und verbindet, teilweise sublim, teilweise dominant rhythmisierend, die verschiedenen fragmentartigen Sequenzen des Geschehens. Alle Klänge beruhen auf "konkreten" Geräuschen, in einer oder anderer Weise physisch erzeugt. Sie werden bewusst rauh und sperrig gehalten und betonen dadurch das Faktische der Erfahrung, die nicht auslöschbar ist. "They hug you and they kill you" - so ein Filmmusikproduzent über die sounds.