Ynez de Zilón, geboren 1969 in Görlitz, Deutschland, lebt und arbeitet seit 2008 in Berlin. Neben der Arbeit als Künstlerin (Studium der Bildhauerei und Klangkunst bei Ulrike Grossarth/Eberhard Bosslet) widmet sie sich seit Jahren kontinuierlich psychologischen und philosophischen Fragestellungen. Der Schwerpunkt ihrer künstlerischen und geistigen Arbeit liegt auf den erfahrbaren und imaginierbaren Spektren der Wahrnehmung. Dies bezieht sich auf die Ergründung der sinnlichen und kognitiven Aspekte durch künstlerische Arbeitsformen wie auf meditative und kontemplative Praxis.

Ein Thema in diesem Kontext ist seit langem das Flüchtige, die Dynamik des steten Entstehens und Auflösens, der Selbstorgani-
sation und Dekonstruktion, der subtilen bzw. abrupten Verschiebung von Stabilität gewährenden Parametern und dessen Folgen; mithin das Sich-Herausbilden und Sich-Wandeln von Schwerepunkten bis zum schlussendlichen Verlust von Halt, zum Kollaps und zur Formung neuer temporärer Strukturen und so fort - als abstrakte und fühlbare Vorgänge.

Mit der Wahl ihrer künstlerischen Medien setzt sie die visuelle, die auditive und die kinästhetische Ebene in verschiedenartige Verknüpfungen. In den letzten Jahren gerieten die sich dabei deutlich abbildenden unterschiedlichen Wesensmerkmale der verschiedenen Ausdrucksebenen zunehmend in ihren Fokus. Die Grenze bzw. die entsprechenden Grenzräume sowie die partielle Unvereinbarkeit der Wirkprinzipien der einzelnen Ausdrucksformen in Bezug auf Zeit, Raum und Interpretation sind die Felder weiterer Exploration.



  • Ausstellungstätigkeit:


  • Humboldt-Universität, 2017

    „Poetik des Übergangs“ ; Photographie, Audio, Text

  • Arbeiten bis 2008 (separate Homepage)

  • „Walden#3 oder Das Kind als Medium“ Kunsthaus Dresden, 2007

    „musik für einen raum“; orts- und raumspezifische multimodale Arbeit, interaktive Klanginstallation

  • Kulturhauptstadtbewerbung Görlitz, 2005

    „zgor@sound“; audiovisuelle Auftragsarbeit

  • Feature-Wettbewerb „hoerlust“ Planetarium Halle, 2005

    „spheric sounds from inner space“; Klanginstallation

  • Oktogon Galerie Dresden, 2005

    „VOLUME“; Raum-Klang-Inszenierung, Bodenzeichnung

  • „Deutschland sucht“ Kölnischer Kunstverein, 2004

    „stafeta“; seismografische Zeichnungen

  • „Unbekannte Schwester, Unbekannter Bruder“ Kunsthaus Dresden, 2004

    „Der Weg der roten Fahne“; medienübergreifendes Projekt (Auslotung ästhetischer Parameter im Kontext politischer Indoktrinierung)

  • „Show up“, büro für kunst Dresden, 2003

    „Seismogramme“; beidhändige Zeichnungen in voller Konzentration
    auf Umgebungsgeräusche, Musik von Ligeti und Cage sowie Lautaggregate von Carlfriedrich Claus

  • Projektraum der HfBK Dresden, 2000

    „Vertikale“; Rauminstallation