Volume



Das Volumen eines Raumes, das Volumen eines Klanges - beide bilden eine unauflösbare Einheit. Das Volumen eines Klanges verändert sich im räumlichen Bezug. Das Volumen eines Raumes bleibt -in der Regel- gleich. Dasjenige, das sich verändert, ist neben dem Klang der Körper im Raum. Das Ohr des Körpers im Raum ist die Schnittstelle zwischen innen und außen, an welcher sich die Welle nicht nur bricht, sondern die sie durchbricht. Sie bricht ein in einen Körper, der Raum im Raum ist, als solcher Beweglichkeit besitzt und dadurch seine Wahrnehmung unaufhörlich neu komponiert.

Mit der Installation Volume wird die Aufmerksamkeit auf genau diesen Vorgang der Konstruktion von Wahrnehmung gelenkt, in diesem Fall geleitet durch äußere Faktoren, ganz konkret die Position im Raum. Die Lautsprecher sind im Außenkreis pentalogisch angeordnet, jeder der fünf Lautsprecher gibt eine separate Tonspur aus, man kann sagen, sie kommunizieren. Es gibt ein Überspringen, manchmal ein Wandern der Klänge im definierten Radius.

Provoziert und geleitet durch ein Liniensystem am Boden begegnet der Besucher hier dem Raum als Potenzialität für unterschiedliche Erfahrung und Interpretation. Mittels der Veränderung seiner Position gestaltet er die eigene Erfahrung, zunächst mehr oder minder bewusst, selbst. Nach und nach führt dieses zu einer Haltung aktiven Hörens, angebunden an bewusste Wahrnemungsvorgänge. Es ist dann weniger ein Konsumieren von Tönen, als ein Erschließen von Qualitäten - ein Akt des Entdeckens und sinnlicher Selbstbeteiligung.

Pentalogische Klanginstallation, 5 Lautsprecher, Audio, Linienzeichnung, Oktogon Galerie Dresden